Das Museum lädt zu ersten Gesprächen ein. Die Resonanz ist groß, erste Patenschaften werden schriftlich vereinbart.
Das Marler Patenschaftsnetzwerk
Menschen
für die Kunst.
Skulpturen gehören zum Alltag in Marl. Menschen aus der Stadt schauen hin, übernehmen Verantwortung und bringen die Werke immer wieder ins Gespräch.
Das Prinzip
Eine Patenschaft beginnt mit Aufmerksamkeit.
Seit 2023 engagieren sich Skulpturenpatinnen und Skulpturenpaten für Kunstwerke im öffentlichen Raum. Sie besuchen regelmäßig „ihre“ Skulptur, achten auf das Werk und sein Umfeld und informieren das Skulpturenmuseum, wenn sie Schäden oder Veränderungen bemerken.
Dieses Engagement ist zugleich Kunstvermittlung: Wer hinschaut, erzählt weiter. So werden die Skulpturen nicht nur bewahrt, sondern als Teil des städtischen Lebens wahrgenommen.
Eine junge Geschichte
Vom ersten Treffen zum festen Netzwerk.
Bereits 21 Personen und Institutionen beteiligen sich – darunter auch Schulen und Berufskollegs.
Beim Sommerfest würdigt die Stadt das ehrenamtliche Engagement öffentlich und nennt zahlreiche Beteiligte.
Rund 30 Menschen betreuen mehr als 20 Werke. Austausch und Kunstvermittlung werden zu festen Teilen der Museumsarbeit.
Ehrung 2026
Danke für das Hinsehen.
Am 10. Juni 2026 kamen die Engagierten zur jährlichen Ehrung des Patenschaftsnetzwerks zusammen. Bürgermeister Thomas Terhorst und Museumsdirektor Georg Elben dankten ihnen für ihren Einsatz. Im Mittelpunkt standen auch die persönlichen Erfahrungen mit den Werken und die Rolle der Kunst im Stadtraum.
Stimmen aus dem Netzwerk
Neun Menschen.
Elf Perspektiven.
Die Interviews zeigen, wie verschieden eine Patenschaft gelebt wird: als genauer Blick, persönliche Erinnerung, praktische Verantwortung und Einladung zum Gespräch.
Porträts, Zitate und Werkbezüge verbinden persönliche Erinnerungen mit den Skulpturen im Stadtraum.

Irene Rasch-Erb
Stimme aus dem Netzwerk
„Kunst weicht den Autos.“
Reflux
André Ramseyer

Monika Kaczerowski
Stimme aus dem Netzwerk
„Hier können wir uns hinsetzen. Hier können wir uns verabreden.“
so und so
Timm Ulrichs

Antoon Toye
Stimme aus dem Netzwerk
„Ich fühle mich ganz einfach eingebunden.“
Grund / Ground
Micha Ullman

Karl-Heinz Dargel
Stimme aus dem Netzwerk
„Plötzlich ist da eine Lücke im öffentlichen Raum.“
Stier
Vojin Bakić

Heino Haumann
Zwei Werke, zwei Perspektiven
„Kunst provoziert Gespräche. Das ist das Salz in der Suppe.“
„Wer sich darauf einlässt, vergisst das nicht.“
Denkmal für einen Gefangenen
Ilya und Emilia Kabakov · Werkseite →
La Tortuga
Wolf Vostell · Werkseite →

Stephanie Köster
Stimme aus dem Netzwerk
„Esel sind intelligente Tiere, die erst einmal überlegen, bevor sie handeln.“
Eselchen
Renée Sintenis

Dorothee Schlüter
Zwei Interviewausschnitte
„Wir haben das Eselchen wieder ins Bewusstsein geholt.“
„Es wird in der Runde mit allen Schülerinnen und Schülern sitzen.“
Eselchen
Renée Sintenis

Hannelore Apitzsch
Stimme aus dem Netzwerk
„Wenn man daran vorbeigeht, verändert sich die Perspektive.“
Die Linien
Erich Reusch

Frauke Arnold
Stimme aus dem Netzwerk
„Plötzlich sieht man, dass diese Skulptur anfängt zu atmen.“
Faber 23–27/68 & Raumplastiken
Franz Rudolf Knubel / Friedrich Gräsel
Kulturpatinnen und Kulturpaten im Film
Fünf Stimmen.
Fünf Werke.
Im Oktober erzählen fünf Engagierte von ihrer persönlichen Verbindung zu einer Marler Skulptur. Die Reihe startet am 2. Oktober und wird an jedem Freitag fortgesetzt.
Die Linien
Hannelore Apitzsch über Erich Reuschs Skulptur.
Zum Werk →La Tortuga
Heino Haumann über Wolf Vostells Skulptur.
Zum Werk →Denkmal für einen Gefangenen
Heino Haumann über die Arbeit von Ilya und Emilia Kabakov.
Zum Werk →so und so
Monika Kaczerowski über Timm Ulrichs’ Skulptur.
Zum Werk →Stier
Karl-Heinz Dargel über Vojin Bakićs Skulptur.
Zum Werk →Mitmachen
Eine Skulptur näher kennenlernen.
Das Skulpturenmuseum freut sich über weitere Menschen, die sich für den Erhalt und die Sichtbarkeit der Kunst im öffentlichen Raum engagieren möchten.
E‑Mail an das SkulpturenmuseumRedaktionelle Grundlage: Presseinformationen der Stadt Marl vom 18. Dezember 2023, 4. Juni 2024, 21. Mai 2025 und 22. Juni 2026. Angaben zu Videos, Personen und Werkzuordnungen nach dem aktuellen Arbeitsstand des Skulpturenmuseums Marl.