Mir gefallen der Stier und die Linien am besten. Guter Mix von Bewegtbild, Standbild, Verfremdung, sprechenden Paten und O‑Ton. Die Musik ist mir zu laut abgemischt, sollte dezenter sein.
Beim Eselchen fehlt mr das Bewegtbild der Patin, nur kurzes Einblenden von Foto und umkreisen der Skulptur reicht in meinen Augen nicht. Bei Tortuga bverstehe ich das Gedicht im hinteren Teil nicht. Von wem ist das? Gehört es zum Kunstwerk? Wieso ist der Ton so schlecht? Irritiert mehr, als dass es nutzt. ABER insgesamt funktioniert die Idee gut — kurz, visuell attraktiv, persönlich, macht neugierig sich die Werke im original anzuschauen!
Erster Gesamteindruck zu den vier Videoskizzen:
Die formale Vielfalt finde ich grundsätzlich sehr angenehm. Gerade deshalb braucht die Serie aber noch einige verlässliche CI/CD-Elemente als konstanten Absender: Logo, Claim und wenige wiederkehrende Funktions- oder Kontextelemente. Die Porträts bitte immer in einem kreisrunden Frame mit weißem Rand zeigen.
Bei „Eselchen“ zeigt sich besonders schön Shanshans Mixed-Media-Ansatz. Nur das Eselchen-Video allein wäre zu wenig; die Zwischenschnitte und der farbige Splitscreen am Schluss funktionieren sehr gut. Schwarze Standbilder am Anfang oder Ende würde ich vermeiden.
Die Musik funktioniert – entgegen meiner sonstigen Skepsis gegenüber solchen „Musikfarben“ – als funktionales Element erstaunlich gut. Ich würde sie dennoch nur sehr kurz allein stehen lassen, dann schnell deutlich absenken und mit Bild, Sprache oder anderen Elementen überlagern. Das gilt besonders für „Stier“. „Stier“ und die Untertitel-Typografie ergeben insgesamt ein schönes, tragfähiges Format.
In „La Tortuga“ funktioniert Heino Haumann sehr gut, auch als sehr kurzer Zwischen- oder Schnittbildmoment. Das Gedicht-Audio – vermutlich Teil der Installation – muss meiner Ansicht nach entweder eindeutig als Atmosphäre gekennzeichnet, stark fragmentiert beziehungsweise nahezu unkenntlich als Atmo eingesetzt oder ganz weggelassen werden. Gemeinsam mit der Funktionsmusik wird es sonst zu dicht, klebrig und beinahe unangemessen beziehungsweise missbrauchsverdächtig. Hannelore Apitzsch würde ich höchstens etwa die Hälfte der Zeit frei stehen lassen und früher mit Außenbildern überblenden; sonst wird der Teaser zu sehr zum Interview.
Grundsätzlich bleibt die Frage: Wie viel O‑Ton soll in den SM-Teaser? „Unsere Minute“ ist als Ansatz sicher nicht verkehrt. Die Skizzen zeigen aber bereits, dass Shanshans Multimedia-Elemente durchaus die Hälfte der Minute tragen können. „La Tortuga“ ist akustisch sehr voll, funktioniert insgesamt aber gut – mit der klaren Einschränkung, Gedicht-Audio und Funktionsmusik nicht gleichzeitig so dominant einzusetzen.
Ergänzung zur Frage nach dem Audioanteil im Teaser:
Ein Link mit der Aufforderung „Jetzt den vollständigen O‑Ton anhören“ ergibt nur dann Sinn, wenn der Teaser tatsächlich deutlich weniger O‑Ton enthält. Ich würde sehr sorgfältig abwägen, ob wir uns und dem Publikum überhaupt ein solches Zwischenformat ans Bein binden wollen. Meine These wäre inzwischen: Wir machen die Teaser akustisch und erzählerisch lieber dichter und deutlich ausführlicher als bisher. Sie müssen nicht wirklich eine Minute lang sein; auch 40–50 Sekunden können völlig ausreichen. Das lässt sich bei den nächsten Snippets bereits in der Erstproduktion berücksichtigen.
Die Links sollten dann nicht zu einem lediglich 20–30 Sekunden längeren Einzel-O-Ton führen, sondern direkt auf die Website: zu einem redaktionell zusammengestellten Pool aus vorhandenen O‑Tönen, Stories, Audiofeatures und Podcasts sowie zu dynamischen Landingpages. „Die Website“ ist dabei kein starrer Zielpunkt. Sie darf sich je nach Thema anders darstellen, sortieren und kontextualisieren.
Ein Beispiel für eine solche eigenständige, redaktionell sinnvolle Website-Funktion ist die Werkübersicht: Dort lassen sich die Werke nach der tatsächlichen Entfernung vom eigenen Standort sortieren. Direkt zur Entfernungssortierung: https://skulpturenmarl.de/karte/#skm-entfernung
Ergänzung zum mobilen Instagram-Einstieg und zur Entfernungssortierung:
Instagram kann nicht beliebig viele, dynamisch passende Links für einzelne Werke ausspielen. Das Smartphone weiß aber – nach der üblichen, bewussten Standortfreigabe – wo sich die Person gerade befindet. Wenn jemand mobil von Instagram in den Werkraum wechselt, kann die Website deshalb die Werke nach der tatsächlichen Entfernung sortieren und das nächstgelegene Werk samt ungefährer Luftlinie zuerst zeigen. Der Einstieg landet damit inhaltlich an der richtigen Stelle im Park, statt nur pauschal auf der Homepage.
Das ist keine heimliche Ortung: Der Browser fragt die Standortfreigabe ausdrücklich ab; die Position wird nur für die aktuelle Sortierung im Browser verwendet. Genauigkeit und Ergebnis hängen von GPS, Smartphone, Empfang und Standortsignal ab. Gerade diese Verbindung aus Social-Media-Impuls, aktuellem Ort und realem Kunstwerk ist eine eigenständige Stärke des mobilen Werkraums.
„Hier können wir uns hinsetzen. Hier können wir uns verabreden.“
Sie ist KUNSTPATIN und säubert zb das werk. gute info die etwas früher/redundant im text kommen könnte
erste zusatzidee: ein akustischer miniteaser vor jedem OTON (sound/ministarter 3–5 sekunden mit random effekt…)