Robert Schad

Robert Schad

geb. 1953

Merlak und Enfim B, 2004

Stahl 330 x 120 x 105 cm und 890 x 30 x 30 cm

Die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein, doch die Geste ist ihnen gemeinsam. Tänzerisch folgen „Merlak“ und „Enfim B“ jeweils einer eigenen Choreographie im Raum. Sowohl die aufstrebende Vertikalität, in die sich der eine streckt, als auch die hockenden, impulsiven Wirbel des anderen negieren dabei geradezu das Volumen der eigenen Materialität schweren Vierkantstahls. Dieser verrät sich jedoch in den minder fließenden Bewegungen der Körper. Dort, wo sie sich beugen und winden, ergeben sich gelenkartige Knicke. Der Charakter einer flottierenden Leichtigkeit bleibt ihnen indes erhalten. Die Linie der Skulpturen suggeriert und erfasst vielmehr eine diffuse Energie, die in dem einen Moment aufflackert, in dem sich die beiden manifestieren. Ein exemplarisches Raum-Dynamik-Gefüge wird zu einer permanent erlebbaren wie sichtbaren Erkenntnis. Der Betrachter wird somit Zeuge dieses Ertastens und Erprobens von Struktur und Gefüge eines Raums, der seine Gestalt grundsätzlich verbirgt. Der menschlichen Vorstellungswelt räumlicher wie zeitlicher Organisation setzen „Merlak“ und „Enfim B“ die eigentliche Willkürlichkeit dieses Raums und seiner ungezähmten Energien als Realität entgegen. (ish)

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