Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff

Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff

1923 – 2011 und 1921 – 2020

Naturmaschine, 1969

Chromnickelstahl 160 x 510 x 230 cm

Eine „natura ex machina“ präsentiert sich in bühnenhafter Szenerie auf dem Creiler Platz. Doch das, was sich als Natur der Wahrnehmung präsentiert, ist lediglich das Organisch-Vegetabile der aus drei Würfeln herauswachsenden Wülste. Diese Formen sind allerdings nicht viel mehr als eine Idee von Natur, da Material und Produktion des Werks auf einem industriellen Verfahren beruht, bei dem Chromnickelstahl geformt und zusammengelötet wird. Matschinsky-Denninghoff entwickelten in den 1960er-Jahren ein spezielles Konstruktionsverfahren, bei dem dünnste Stahlrohre zu Bündeln verschweißt wurden, wie sie sich hier in kräftigen homogenen Formen wiederfinden. Die Naturmaschine generiert nun naturhafte Avatare allein nach ihrer „Vorstellung“ von Natur, die sich rein im Formgegensatz hart versus weich verständlich macht. Der glänzende Chromnickelstahl wird die technische Geburt dieser anonymen Wesen stets entlarven, und wie imaginierte wie imitierte Naturform kann darüber nicht hinwegtäuschen. In Formensprache und in Auseinandersetzung mit kolossalen Kräften der Form im Raum zeigt sich das Werk des Künstlerpaars von Henry Moore und Antoine Pevsner unmittelbar beeinflusst. Brigitte Denninghoff war Assistentin der beiden Lehrmeister, bevor sich auch ihr Mann zur Bildhauerei entschloss. (ish)

Textbeschreibung
ERIK N., Matthias T., Graffiti-Team, Fanz_the_one, derdream, C. REAL, qumi76, Sven Kleis/Grow Down
Y-Tunnel
Graffiti-Künstlerinnen und Graffiti-Künstler
Hall of Fame
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